In eigener Sache: Ich distanziere mich vom Beschluss des Landesparteitags der Linken Niedersachsen zum Nahostkonflikt

Ich stehe ausdrücklich hinter dem Existenzrecht des Staates Israel. Nicht nur ist Israel der einzige demokratische Rechtsstaat im Nahen Osten, er ist auch der einzige Staat der Welt, der Menschen jüdischen Glaubens eine sichere Heimat bietet. Jüd*innen werden weiterhin in vielen Teilen der Welt diskriminiert und angegriffen. Selbst in der Bundesrepublik Deutschland fühlen sich viele von ihnen inzwischen nicht mehr sicher. Bei aller berechtigter Kritik an der aktuellen Politik der Regierung Netanjahu gibt es keinen Grund, diesen Staat grundsätzlich in Frage zu stellen. Zionismus bezeichnet nichts weiter als die Errichtung und Bewahrung eines Nationalstaates für Menschen jüdischen Glaubens. Diesen gibt es seit 1948 in Form des Staates Israel. Sich gegen „real existierenden Zionismus“ zu stellen, heißt das Existenzrecht dieses Staates Israel in Frage zu stellen. Das wird auch der historischen Verantwortung der Bundesrepublik Deutschland nicht gerecht.

Ich lehne es ab, Israel als Apartheidsstaat zu bezeichnen. Das ist ahistorisch und falsch. Fast ein Viertel der israelischen Bevölkerung ist nicht jüdischen Glaubens. Während Palästinenser*innen in Nachbarstaaten Israels zum Großteil als Staatenlose ohne entsprechende Staatsbürgerrechte leben müssen, haben alle Staatsbürger*innen Israels, wie es sich für einen demokratischen Rechtsstaat gehört, gleiche Rechte. Bei der Argumentation, Israel sei ein Apartheidsstaat, werden die Einwohner*innen des Gaza-Streifens, der besetzten Gebiete und des israelischen Staates undifferenziert in einen Topf geworfen. Nach so einer Argumentation wären alle Staaten der Welt Apartheidsstaaten, da viele Rechte mit der Staatsbürgerschaft verknüpft sind.

Daniel Josten, Die Linke, Mitglied im Rat der Stadt Hemmingen

HAZ: Sportmilliarde: Mit diesen beiden Projekten will Hemmingen beim Bund überzeugen

Die Erwartungen der Sportvereine sind groß, und der Ansturm auf das Programm Sportmilliarde auch. Eine Milliarde Euro als Fördergeld stellt der Bund für den Zeitraum von drei Jahren zur Verfügung, doch die Vereine in Deutschland, so hieß es jetzt im Hemminger Rat, haben bereits Anträge für ein Volumen von etwa 7 Milliarden Euro gestellt. Zwei Vereine aus Hemmingen versuchen es dennoch: die Sportliche Vereinigung (SV) Arnum und der SV Wilkenburg.

[…] Daniel Josten (Linke) sagte, vom Bund hieß es, das Programm Sportmilliarde sei unbürokratisch. „Da ist noch Luft nach oben“, merkte Josten an. 

Den gesamten Artikel gibt es hier: https://www.haz.de/lokales/umland/hemmingen/sportmilliarde-sv-arnum-und-sv-wilkenburg-bewerben-sich-um-millionenfoerderung-SBXJRWISZVCA7MPXFUIVDDQBYE.html

Tempo 30 auf der Ortsdurchfahrt in Wilkenburg: Hat die Resolution eine Chance?

Der Rat in Hemmingen unternimmt mit einer Resolution einen neuen Anlauf für Tempo 30 auf der Wülfeler Straße und Alten Dorfstraße in Wilkenburg. Wird sie diesmal bei der Region und beim Land Gehör finden?

[…] Daniel Josten (Linke) verwies im Fachausschuss auf erste Ergebnisse des laufenden Modellprojekts der Region mit Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen, darunter ein flüssigerer Verkehr, weniger Lärm und weniger schwere Unfälle. „Die Region könnte uns ernster nehmen“, sagte er.

Den gesamten Artikel gibt es hier: https://www.haz.de/lokales/umland/hemmingen/hemmingen-wilkenburg-tempo-30-auf-wuelfeler-strasse-und-alte-dorfstrasse-gefordert-A6YICQZVLZHIDFJIRUAQUXK77A.html

HAZ: Beschlossen: Stadt Hemmingen macht Horte im Sommer 2026 dicht

Der Hort in Hemmingen ist ein Auslaufmodell. Zum 30. Juni 2026 wird die Stadt diese Einrichtungen an den Grundschulen in Arnum, Hemmingen-Westerfeld und Hiddestorf schließen. Das hat der Rat in seiner jüngsten Sitzung befürwortet. Nur Daniel Josten (Linke) stimmte dagegen. […] Daniel Josten (Linke) sagte: „Gut gedacht ist noch lange nicht gut gemacht.“ Der Hort habe zurzeit das pädagogisch besser qualifizierte Personal. Hinzu komme, dass in den Ganztagsschulen der Unterricht nicht über den Tag verteilt sei, sondern es gebe die klassische Aufteilung mit Unterricht am Vormittag und der Betreuung am Nachmittag.

Hier geht es zum ganzen Artikel: https://www.haz.de/lokales/umland/hemmingen/hemmingen-schliesst-horte-und-verweist-auf-tkh-ganztagsangebot-MJKUR6P42JGLZDY632A7PYK4IM.html

HAZ: Forderung an Land und Region: Auf Hemminger Straßen soll öfter Tempo 30 gelten

Hemmingens Kommunalpolitiker lassen nicht locker: Ratsfraktionen fordern jetzt Tempo 30 auf Straßen in Wilkenburg und Hiddestorf. […] Den Antrag für Tempo 30 in Wilkenburg reichten die Fraktionen von SPD und Bündnisgrünen sowie der Ratsherr Daniel Josten (Die Linke) gemeinsam ein. […] Mit Tempo 30 auf den beiden Hauptverkehrsstraßen der Stadt werde nicht nur die Sicherheit erhöht, sondern auch die Lebensqualität, weil es zum Beispiel leiser im Ort werde, lautet die Begründung für den Antrag.

Hier geht es zum kompletten Artikel: https://www.haz.de/lokales/umland/hemmingen/hemmingen-ratsfraktionen-fordern-tempo-30-fuer-mehrere-strassen-ZBCAJYGIIFAZFBV3RWON65DYM4.html

HAZ: Wird es einen Naturpark Deister und Calenberger Land geben? Hemmingen bleibt skeptisch

Von Barsinghausen bis nach Pattensen soll sich der geplante Naturpark Deister und Calenberger Land erstrecken. Doch die Ratspolitiker und -politikerinnen in Hemmingen haben weiterhin deutliche Vorbehalte gegen das Projekt. Gleichwohl stimmen sie ersten Gespräche zu. […] Sabine Stahlhut (Grüne) merkt in der jüngsten Diskussion an, Konze lasse „nichts unversucht, um an den Windrädern herumzumäkeln“. Auch Daniel Josten (Linke) macht deutlich: „Der Naturpark ist das Eine, und die Windräder sind das Andere.“ Im Hinblick auf den Naturpark Steinhuder Meer erklärt er: „Hemmingen wird nicht der zentrale Teil des Naturparks Deister und Calenberger Land sein, sondern eher das Sachsenhagen.“ Diese Ortschaft liegt südlich des Steinhuder Meers und ist mehr als zehn Kilometer von Steinhude entfernt.

Hier geht es zum kompletten Artikel: https://www.haz.de/lokales/umland/hemmingen/naturpark-deister-und-calenberger-land-hemmingen-zeigt-sich-skeptisch-YA3REG7YQNHQXKFH62GWONEWH4.html

HAZ: Fällung von 21 Linden in Arnum: Die sind die Reaktionen

Nach der Ankündigung der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, an der Hiddestorfer Straße (L389) in Arnum 21 Linden zu fällen, schlagen die Wellen der Empörung in Hemmingen hoch. […]

Ratsherr Daniel Josten (Linke) sagte: „Ich frage mich, hätte man da nicht mal als Land vorher merken müssen, dass diese Bäume vielleicht mehr Einfluss auf die Baumaßnahme haben?“ Er fügte hinzu: „Es ist schräg, dass jetzt dermaßen große Verzögerungen auf uns zukommen.“

Auch die Leserschaft zeigt sich empört. Ein Bürger kündigte gegenüber unserer Redaktion an, er wolle nach dem niedersächsischen Umweltinformationsgesetz Einsicht in die Akten nehmen. In Kommentaren auf Facebook bezeichnet ein Leser die Planung als „engstirnig und frevelhaft“. Eine Leserin macht deutlich, dass Ersatzbäume vielleicht erst in 20 Jahren die entsprechende Größe haben, doch „gebraucht werden sie jetzt“. Bei einem Treffen am Montag will sich der Hemminger Naturschutzbund mit dem Thema befassen.

Hier gibt es den kompletten Artikel: https://www.haz.de/lokales/umland/hemmingen/hemmingen-kritik-an-baumfaellungen-an-hiddestorfer-strasse-in-arnum-TSBM64JLXJHZ7BUSS5H3MWHYAI.html

10.04.2025: Antisemitismus gestern und heute – aus der Praxis von RIAS

Donnerstag | 10. April 2025 | 18.30 Uhr
Aula der Grundschule Köllnbrinkweg in Hemmingen-Westerfeld

Die Veranstaltung gibt eine Einführung in die praktische Arbeit der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Niedersachsen. Das Thema Antisemitismus wird mit Hilfe dokumentierter Vorfälle in vielfältiger Weise beleuchtet und anhand von Praxisbeispielen dargestellt, um so eine Handlungssicherheit für den Alltag zu erlangen.

Eine Veranstaltung des Hemminger Bündnis für Demokratie und Weltoffenheit. Das Hemminger Bündnis für Demokratie und Weltoffenheit setzt sich für den Schutz der demokratischen Werte und der Grundrechte ein. Unser Ziel ist ein friedliches, respektvolles und demokratisches Zusammenleben aller Menschen in Hemmingen und darüber hinaus.

Wir sind ein zivilgesellschaftliches Bündnis, in dem Einzelpersonen, Vereine, Kirchen, Verbände und Parteien parteiübergreifend zusammenkommen, um gemeinsam Bildungsangebote und Veranstaltungen zu organisieren, die die Stärkung unserer offenen, toleranten und freien Gesellschaft zum Ziel haben, den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und Vorurteile abbauen.

Weitere Informationen unter www.hemmingen-fuer-demokratie.de

Resolution zur Verkehrssicherheitsverbesserung für Radfahrende und zu Fuß gehende an der Wilkenburger Spinne/L389

Antrag der Fraktionen SPD, Bündnis 90/Die Grünen, der Gruppe DUH/FDP und dem Ratsherren Daniel Josten

Der Rat der Stadt Hemmingen fordert die Region Hannover, als zuständige Behörde, zum wiederholten Male auf eine Verkehrssicherheitsverbesserung der Kreuzung Wülfeler Str./ Einmündung Dorfstraße Hemmingen zu erreichen.

Seit langem steht fest, dass die derzeitige Verkehrssituation an der „Wilkenburger Spinne“ ein Sicherheitsrisiko für alle Verkehrsteilnehmenden darstellt. Sowohl die Überquerung der Wilkenburger Straße / Dorfstraße als auch der Übergang zum Naherholungsgebiet Alte Leine sind insbesondere für zu Fußgehenden und Radfahrende gefährlich. Mehrere dokumentierte Unfälle, wie zuletzt der Zusammenstoß zwischen einem KfZ und einem Rennradfahrer, unterstreichen die Dringlichkeit von Maßnahmen. Angesichts dieser Sachlage schlägt der Rat der Stadt Hemmingen folgende mögliche Maßnahmen vor:

  1. Die Planung und Umsetzung von Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit an der Wilkenburger Spinne, z.B. durch:
    • die Einrichtung von Ampelanlagen oder eines Kreisels zur Verkehrsregelung
      zur Ermöglichung eines sicheren Übergangs für zu Fußgehende und
      Radfahrende an beiden kritischen Überquerungspunkten.
    • die Einrichtung deutlich markierter getrennter Rad- und Fußquerungen an
      beiden Stellen.
    • die Verbesserung der Sichtbarkeit durch zusätzliche Beleuchtung im gesamten
      Kreuzungsbereich.
  2. Die Prüfung weiterer verkehrsberuhigender Maßnahmen.

Die Wilkenburger Spinne als wichtiger Knotenpunkt und Zugang zum beliebten
Naherholungsgebiet Alte Leine muss so gestaltet werden, dass sie für alle Nutzer*innen
sicher passierbar ist.

Rede zum Doppelhaushalt 2025/2026

Vorab vielen Dank an die Kolleg*innen innerhalb und außerhalb der Verwaltung, die nicht nur den Haushalt vorbereiten sondern auch über das Jahr ausführen.

Die Verabschiedung des Haushalts 2024 ist weniger als 10 Monate her, in einem Jahr quasi drei Haushalte vorzubereiten ist schon eine Leistung. Ich bin grundsätzlich kein großer Freund von Doppelhaushalten, aber nach diesem Kraftakt ist das sicher angebracht und bringt hoffentlich die Stadtverwaltung wieder in normales Fahrwasser. Der Weihnachtsurlaub ist in diesem Jahr auf jeden Fall hochverdient. Ich hoffe dass da jetzt die vorgezogene Bundestagswahl nicht für zusätzlichen Weihnachtsstress sorgt.

Auf Dauer hoffe ich aber, dass es beim jährlichen Takt bleibt. In der Diskussion mit den Sportvereinen wurde es ja schon deutlich gesagt, wie unseriös eigentlich eine Planung mit Kostenvoranschlägen für zwei Jahre im voraus ist.

Das gilt für Projekte der Stadt ja genauso. Das haben uns zuletzt auch Kostensteigerungen bei so ziemlich allen größeren Maßnahmen deutlich gezeigt. Projekte, die wir aber auch alle nicht planen, weil wir uns irgendetwas „gönnen“, sondern weil wir eben Platz brauchen in unseren Schulen, weil wir Mensen brauchen für den Ganztag, und genau da liegt eben das Problem.

Bei der Genehmigung des letzten Haushalts hat uns die Region mitgeteilt, „Rat und Verwaltung müssen bereit sein, auch unbequeme Entscheidungen zu treffen, um die finanzielle Situation der Stadt Hemmingen zu verbessern“ und dass wir uns vor allem im Bereich der Investitionen mehr zurückhalten sollten. Mal unabhängig davon, dass man diese Empfehlung auch mal an die Region zurückgeben kann, da war das in der Vergangenheit eher nicht zu beobachten. Was machen wir denn dann z.B. mit den Kindern im Ganztag, was machen wir mit Geflüchteten, die nach Hemmingen kommen, mit Kindern, die in die Kita gehen sollen?

Wir reden darüber – in diesem Jahr passt es auch jahreszeitlich besonders gut – „alle Jahre wieder“. Herr Schwalgun hat es bei der Haushaltseinbringung schon angeschnitten, vor ein paar Wochen hatten wir bei der Linken Dr. Jan Arning vom Niedersächsischen Städtetag zu Gast, der nahezu wortgleich gefordert hat: So geht es nicht weiter, wenn nicht endlich mehr Geld aus Berlin und / oder aus Hannover an die Kommunen fließt. Nun sind wir kurz vor Weihnachten und auch noch vor einer Bundestagswahl, da kann man das mal als Wunsch Richtung Hannover und Berlin äußern. Aber so recht fehlt einem doch der Glaube, dass sich daran irgendetwas ändert.

Ich persönlich bin der Ansicht, dass man mal ganz grundsätzlich darüber nachdenken sollte, ob es wirklich noch so sinnvoll ist, sich derart viele Akteure im Staatsaufbau zu leisten. Man kann sich mal die Frage stellen, ob die gesamte Ebene der Landkreise – und so ganz was anderes ist die Region Hannover dann auch nicht – überhaupt noch zeitgemäß ist. Die entsprechende Finanzausstattung vorausgesetzt, könnten viele Dinge bürgernäher von uns erledigt werden und für die Aufgaben, die besser übergeordnet organisiert werden sollten, muss man in Zeiten, wo wir auch alle nicht mehr für alles „aufs Amt“ gehen müssen, nicht 44 Behörden vorhalten. Da gibt es viele Doppelstrukturen. Das ist eine Erfindung aus dem 19. Jahrhundert, über deren Sinn man mal nachdenken sollte.

Wenn ich dann den Vorschlag sehe, jemand für ein Fördermittelmanagement einzustellen, muss ich zum einen der CDU recht geben, dass das nun unser Haushaltsproblem wirklich nicht löst. Wir brauchen eine verlässliche Finanzierung laufender Ausgaben, gerade im ganzen Bereich Kinderbetreuung. Ich frage mich vor allem aber auch, warum sind die Förderprogramme eigentlich so kompliziert, dass das die Kolleg*innen der Stadtverwaltung nicht bewältigen können? Das sind alles ausgebildete Fachkräfte und trotzdem ist das entweder zeitlich nicht zu leisten oder wir müssen die Kolleg*innen erst noch einmal auf Fortbildungen schicken. Wir haben letztes Jahr schon über Entbürokratisierung gesprochen, seitdem ist immerhin ein „Gesetz zur Entlastung der Bürgerinnen und Bürger, der Wirtschaft sowie der Verwaltung von Bürokratie“ in Kraft getreten. Der Name ist schon Bürokratie pur. Aber für mich hat Bürokratieabbau etwas mit Vereinfachung zu tun und nicht damit, einfach komplizierte Antragsverfahren digital statt auf Papier durchzuführen oder im schlimmsten Fall einfach Personal abzubauen. Im Zweifel wäre den Kommunen mehr geholfen, wenn es weniger Förderprogramme gäbe und das Geld stattdessen direkt an die Kommunen ginge.

Zumal: wir „sparen“ seit Jahren ungewollt beim Personal, weil wir viele Stellen gar nicht besetzt bekommen. Da macht es aus meiner Sicht wenig Sinn, einfach neue zu schaffen. Wir brauchen eher zusätzliche Bemühungen, die vorhandenen Stellen zu besetzen. Was für kleine Kommunen in der Region Hannover alles andere als einfach ist. Dazu gehört auch, das sage ich jetzt mal als Gewerkschafter, auch wenn uns das wieder Geld kostet, im nächsten Jahr ein ordentlicher Tarifabschluss für die Kolleg*innen der Stadt, damit der Öffentliche Dienst attraktiv bleibt. Denn auch wenn die Inflation zuletzt zurückging, die Kosten für Energie und Lebensmittel sind in den zwei Jahren enorm gestiegen.

Wünschen würden wir uns alle einen ausgeglichenen Haushalt. Dass wir als Politik so gar keinen Spielraum haben, finde ich bedenklich. Gerade in Zeiten, wo das Vertrauen in Institutionen und auch in Politik arg leidet. Und in Berlin und Hannover arbeitet man ja auch hart daran, das zu untermauern. Die Kommunalpolitik ist in allen Studien immer noch die, zu der die Menschen weiterhin am meisten Vertrauen haben, auch weil wir einfach nah dran und ansprechbar sind. Da brauchen wir aber auch Gestaltungsspielraum. Gerade haben wir die Debatte zum Hochwasserschutz wieder aufgegriffen, da kann es doch nicht sein, dass wir am Ende vielleicht die Sicherheit unserer Nachbarn von der Haushaltslage abhängig machen müssen.

Unter den widrigen Umständen bin ich zumindest mit dem jetzt vorliegenden Plan durchaus zufrieden. Wir sind immer noch eine Kommune, die ihre freiwilligen Angebote nicht kaputt gespart hat und das auch in den nächsten zwei Jahren nicht plant. Das trägt auch zum sozialen Frieden in der Stadt bei und das ist, wie die Kollegin vom Verfassungsschutz vor einigen Tagen bei der Veranstaltung des Bündnis für Demokratie betont hat, auch eine wichtige Grundlage für die Akzeptanz unserer Demokratie.

Mehr ginge natürlich immer. Wünschen würde ich mir, dass wir beim Thema Wohnungsbau auf der Fläche 60 nochmal vorankommen, aber das ist keine Sache des Haushalts und zählt wohl auch eher zu den angesprochenen „externen Effekten“, die wir nur bedingt beeinflussen können. Da versuchen sich seit Jahren auch viele Ebenen in der Förderung des Wohnungsbaus, mit Förderung allein funktioniert es aber ganz offensichtlich nicht. Und was helfen mehr Wohnungsberechtigungsscheine wenn es dazu gar keine passenden Wohnungen gibt.

Letztlich finde ich auch persönlich mehrere Projekte in diesem Haushalt wieder, die mir wichtig sind und deshalb stimme auch ich diesem Haushalt zu.